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Arbeitsschutz – Sicherheitsschuhe

Kunststoff- oder Stahleinlage ?

S3-Prüfung nach Norm entspricht nicht immer der Realität beim Gebrauch von Sicherheitsschuhen

Früher mussten sie aus Stahl sein, heute sind kunststoffbasierende Zwischensohlen das Nonplusultra bei Sicherheitsschuhen. Doch immer noch gibt es Anwendungen, bei denen es besser ist, auf die Stahleinlage zu setzen. Die Sicherheitsprüfung für S3-Schuhe entspricht nicht immer der Realität. Der Durchtritttest kann zwar als bestanden gelten und trotzdem kann es unter Umständen zu schmerzhaften Verletzungen kommen.

Landläufig herrscht die Meinung vor, dass ein S3-Schuh nageldurchtrittsicher sei. Aber das stimmt nicht. Bei der Sicherheitsprüfung nach S3 werde nämlich nicht mit einem Nagel getestet, sondern mit einem 4,5mm dicken Dorn mit einer Spitze von 1mm. Der Dorn wird so lange in die Brandsohle gedrückt, bis er 1mm herausschaut. Ist der der Kraftaufwand dabei größer als 1100N, gilt der Test als bestanden. Dringt ein Gegenstand – und das kann am Bau auch ein Cuttermesser oder ein Draht sein – 1mm in den Schuh ein, ist das für den Träger bereits äußerst schmerzhaft. Zwischen Normbedingungen und der Realität liegen Welten.

Arbeitsschuhe sollte man gezielt nach dem Einsatzbereich wählen. Kunststoffeinlagen überzeugen in vielen Bereichen und eignen sich sehr gut für Industrie, Lager oder Innenausbau. Für den harten Einsatz aber, zum Beispiel im Tief- und Hochbau sowie im Garten- und Landschaftsbau empfiehlt sich die Stahlzwischensohle.

Quelle: Lemaitre Deutschland GmbH, Verl