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Zurück nach Europa

…neue Entwicklungen bei der Dichtungsbeschaffung

Vor nicht allzu langer Zeit waren fast alle Industrieunternehmen bemüht, ihre Dichtungen und Elastomerformteile aus Asien zu beziehen, da der Preisvorteil erheblich war und alle theoretischen Risiken überschattete. Inzwischen zeigen sich aber die Schattenseiten in der Praxis.
Trotz hoher Zertifizierung (TS 16949) liefern viele asiatische Hersteller keine kontinuierlich gute Qualität. Man ist oft über die einfachsten Reklamationsursachen verwundert und zweifelt an dem Qualitätsmanagementsystem. Zudem zeigt sich gerade in der jetzigen Preisentwicklung, dass diese Hersteller ihre Kunden teilweise mit utopischen Forderungen (z.B. > 30% bei Elastomerformteilen) konfrontieren und diese als unverhandelbar darstellen. Wenn man zudem bedenkt, dass die Lieferungen über den Seeweg mitunter sechs Wochen dauern und man dadurch ein höheres Sicherheitslager benötigt, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Beschaffung der Teile z.B. in Asien. Es ist keine Ausnahme, dass immer mehr Unternehmen wieder auf leistungsfähige Hersteller in Europa zurückgreifen, die durch erhebliche Verbesserung der Flexibilität und internationale Wettbewerbsfähigkeit zunehmend wieder Boden gut machen.

AUSWIRKUNGEN FÜR KONSTRUKTEURE:
Einfachere Kommunikation und Problemlösungen mit Partnern „vor Ort“

AUSWIRKUNGEN FÜR EINKÄUFER:
Bei deutlich steigenden Beschaffungskosten und den teilweise gravierenden Qualitätsproblemen in Asien lohnt sich u.U. wieder die Zusammenarbeit mit europäischen Lieferanten

AUSWIRKUNGEN FÜR QUALITÄTSMANAGER:
Höhere Qualität der Dichtungen und einfachere Kommunikation

DICHT!-Fazit: Der Trend bei der Beschaffung von Dichtungen und Elastomerformteilen geht eindeutig wieder zurück nach Europa.

Quelle: Fachmagazin „Dicht“ Trialog der Dichtungs- u. Klebetechnik 04-2010

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